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Jun 03, 2020 Last Updated 11:41 AM, May 20, 2020

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Andrea Windisch
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Das Lebenswerk der Rotkreuzoberin Clementine von Wallmenich (1849-1908) kann als Streben nach Selbstbestimmung pflegender Frauen verstanden werden. Mit ihren Schriften zur systematischen Pflegerinnen- und Oberinnenausbildung leistete sie Pionierarbeit in Deutschland und Europa. Werke, in denen sie zur Ausbildung Stellung nimmt und die Lehrpläne enthalten, werden unter dem Paradigma der Selbstbestimmung dargestellt und ausgewertet. Die historisch-systematischen Forschungen stützen sich dabei neben veröffentlichten auf archivalische Quellen. Selbstbestimmung in Wallmenichs Lehrsystemen läßt sich ausfalten in: Selbstleitung – Selbstbefähigung durch Bildung – Abgrenzung des Eigenen der Pflege.

Johannes Steinle, Anita Rölle, Prof. Dr. Maik H.-J. Winter
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Die Altenpflege als jüngster Pflegeberuf war anfänglich über weiblich konnotierte Attribute charakterisiert. Im Zeitverlauf kristallisierte sich jedoch aufgrund diverser Entwicklungen ein hochkomplexes soziales und zunehmend pflegerisches Berufsbild heraus. 2020 mündet die Altenpflege in die Generalistik und droht als originäres Berufsbild aufgelöst zu werden. Zwar besteht vorerst die Möglichkeit einer Spezialisierung, die mit der bisherigen Berufsbezeichnung abschließt – allerdings mit Herabsetzung des Kompetenzniveaus. Der Beitrag skizziert die Berufshistorie und widmet sich anschließend der beinahe paradoxen Entwicklung innerhalb der Altenpflege, die vor dem Hintergrund steigender Versorgungsbedarfe an Bedeutung gewinnt, zeitgleich jedoch Deprofessionalisierungstendenzen erkennen lässt.

Melanie Foik
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Die Krankenpflege im sozialistischen Polen sollte nach dem Willen der politisch Verantwortlichen normalisiert und anderen Berufen gleichgestellt werden. Trotz umfangreicher gesetzlicher Regulierungen gestalteten sich die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Krankenschwestern jedoch äußerst schwierig. Zu Beginn der 1960er Jahre hatte sich innerhalb der Berufsgruppe eine Atmosphäre von Anspannung und Unzufriedenheit verdichtet, die sich schließlich in zwei aufeinanderfolgenden Streiks in Warschau entlud. Die Proteste setzten zum einen den aufgestauten Unmut gegenüber den Behörden frei. Zum anderen offenbarten sich nun aber auch Gräben innerhalb des Berufsstandes selbst, da sich ein großer Teil der Krankenschwestern von ihren offiziellen Interessensvertretungen nicht repräsentiert fühlte.

Stefan Schönstein
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Durch das Gesetz zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung (Präventionsgesetz – PrävG), wurden für den Pflegeberuf neue Möglichkeiten im Rahmen der Gesundheitsförderung geschaffen. Das Paradigma der Gesundheitsförderung, das bereits seit der Entstehung der professionellen Pflege implizit in ihr vorhanden ist, bekommt somit im Pflegehandeln eine neue Bedeutung. Deshalb soll dieser Artikel einen Beitrag dazu leisten, den Gesundheitsförderungsgedanken herauszuarbeiten und dessen Entwicklung näher zu beleuchten. Dies wurde mittels longitudinaler quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse mehrerer Auflagen eines von Liliane Juchli begründeten Lehrbuchs der Pflegeausbildung verwirklicht.

André Uebe
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Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden alle Organisationen in den einzelnen Besatzungszonen verboten, so auch das Rote Kreuz (s auch Zeitschrift GdP 1/2016). Das Rote Kreuz in Sachsen wurde noch bis September 1945 geduldet und danach gänzlich verboten. In den drei westlichen Besatzungszonen durfte das Rote Kreuz nach der Entmilitarisierung wieder zeitnah gegründet werden.

Hilde Schädle-Deininger
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Wenn die Psychiatrie-Enquete mit Psychiatrischer Pflege in Zusammenhang gebracht wird, muss zunächst festgestellt werden, dass sich unter den engeren Mitgliedern der Sachverständigenkommission zur Erarbeitung einer Enquete über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland keine Person aus der Pflege befand. Unter all den Medizinern ist Frau Helmtraut Schmidt-Gante als Sozialarbeiterin hervorgestochen. Allerdings ist zu vermerken, dass in den Unterarbeitsgruppen und im weiteren Umfeld der Enquete MitarbeiterInnen aus der Pflege im Einzelnen mehr oder weniger intensiv beteiligt waren. Festzustellen ist jedoch in diesem Zusammenhang auch, dass pflegerisch-psychiatrische Inhalte und theoretische Ansätze von der Berufsgruppe selbst weniger in die Ergebnisse der Enquete eingeflossen sind. Eine Erklärung wäre vielleicht, dass im Zuge der 1968er zu diesem Zeitpunkt von Reformwilligen der Pflege eher auf Teamarbeit gesetzt wurde und dass mit der 1970 gegründeten Deutschen Gesellschaft ...

hpsmedia
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Dr. Hubert Kolling
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Zu den in der Geschichte der Pflege im „Porträt“ bisher vorgestellten pflegehistorisch interessanten Personen gehörten mit Rosa Rauner (1889-1972) eine jüdische Krankenschwester, mit Marie Friedrich- Schulz (1878-1967) eine Gewerkschaftsvertreterin, mit Maria Pinding (1832-1990) eine Medizinsoziologin, mit Ilse Lilly Meyer (1912-1995) eine Gewerbeoberlehrerin, mit Johanna Taubert (1946-2008) eine Pflegewissenschaftlerin, mit Ernst Julius Gurlt (1825-1899) ein Vertreter der „Kriegskrankenpflege im 19. Jahrhundert“, mit Sophie Henschel (1841-1915) eine Unternehmerin, Philanthropin und Mäzenin, mit Heinrich Haeser (1811-1884) ein Medizin- und Pflegehistoriker, mit Irene Hauschild (geborene Uhing) (1930-2006) eine DDR-Lehrbuchautorin, mit Mignon Langnas (geborene Rottenberg) (1903-1949) eine Krankenschwester, die sich während des Holocausts für die Pflege und Rettung von Kranken und Kindern einsetzte, mit Ilse Schulz (1924- 2009) eine Krankenschwester, Pflegeexpertin und Frauenforscherin, mit Franz ...

Dr. Hubert Kolling
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Sie sind Spiegel der Zeit, können kleine Wohltäter sein – und schmücken unsere Post. Die Rede ist von Briefmarken, früher offiziell Postwertzeichen genannt, die eine willkommene Möglichkeit zur Selbstdarstellung der Länder bieten, die sie ausgeben. Nicht umsonst bezeichnete sie der Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer Walter Benjamin (1892-1940) in seinem Text „Briefmarken-Handlung“ (1927) als „Visitenkarten, die die großen Staaten in der Kinderstube abgeben.“ So tragen die Briefmarken, für manche Zeitgenossen noch immer ein beliebtes Sammelobjekt, neben dem Wert und der Herkunftsbezeichnung zumeist ein künstlerisches Motiv. Die einst häufig verwandten Bildnisse von Monarchen wurden dabei im Laufe der Zeit durch interessante Darstellungen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Natur, Technik, Sport, Bauwerke sowie wichtiger Persönlichkeiten und aktueller Ereignisse abgelöst.

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