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Who was who in nursing history: SPRINGER, Else
SPRINGER, Else
Artikel von: H. Kolling
Erschienen in Band 3, Seite(n) 270-271.
 

Biographie

Die „Soziale Krankenhausfürsorge“ ist heute in Deutschland fest institutionalisiert. Zu den Frauen, die sich dieser Arbeit widmeten und ihr wesentliche Impulse gaben, gehören etwa Hedwig Landsberg (1879-1967)?, Paula Ollendorf (1860-1938)?, Alice Salomon (1872-1948)? und Anna Tüllmann (1875-1958)?. In diesem Zusammenhang muss auch Else Springer Erwähnung finden, die sich als Sozialarbeiterin in Mannheim neben der Kranken-hausfürsorge besonders der Krebskrankenbetreuung widmete. „Sie war eine sehr tatkräftige Persönlich-keit und galt als Pionierin in ihrem Arbeitsbereich“, lautete ein zeitgenössisches Urteil über sie. Else Springer wurde am 9. Februar 1894 in Mann-heim geboren. Über ihre Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. An der Mannheimer Wohlfahrts-schule absolvierte sie die Ausbildung zur „Wohl-fahrtspflegerin“ (heute Sozialarbeiterin) und arbeite-te danach bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Beruf im Städtischen Krankenhaus in Mannheim. Seit etwa 1931 erweiterte sie ihren Aufgabenbereich, indem sie sich in der Untersuchungs- und Beratungs-stelle für Geschwulstkranke im Städtischen Kran-kenhaus besonders in der Krebskrankenfürsorge en-gagierte. Über ihre Arbeit publizierte sie mehrere Beiträge in Fachzeitschriften, so im „Archiv Deut-sche Vereinigung für den Sozialdienst im Kran-kenhaus“, in „Fortschritte der Gesundheitsfürsor-ge“, in „Die deutsche Schwester“ und in der „Mo-natsschrift für Krebsbekämpfung“. Else Springer verstand es hierbei, von den Ärzten als gleichberechtigte Partnerin anerkannt zu werden. In ihrem Bericht „10 Jahre Untersuchungs- und Für-sorgestelle für Geschwulstkranke Mannheim“ be-schreibt sie die Aufgaben der Sozialarbeiterin. Die ärztliche Betreuung müsse notwendigerweise er-gänzt werden durch die soziale Beratung. Die per-sönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse spielten bei der Beurteilung eines Krankheitsfalles und den zu leistenden Hilfen eine sehr große Rolle, vor allem nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Zu den Aufgaben der nachgehenden Fürsorge gehörte ihres Erachtens die für den Patienten „notwendigen Mittel zu beschaffen oder zu vermitteln“. Von 1926/27 bis 1956 war Else Springer aktives Mitglied der „Deutschen Vereinigung für den Für-sorgedienst im Krankenhaus“. Hedwig Landsberg überlegte bei ihrem Ausscheiden aus der Deutschen Vereinigung, ihr die Aufgaben der Geschäftsführerin zu übertragen, was dann aber unterblieb. Insgesamt betrachtet gehört Else Springer, die am 9. März 1976 in Mannheim starb, zu den Pionieren der Kranken-hausfürsorge und vor allem der Krebskranken-betreuung in Deutschland.

Literatur

Reinicke, Peter: Pioniere der Sozialarbeit im Krankenhaus. In: Peter Reinicke (Hrsg.): Soziale Arbeit im Krankenhaus - Vergangenheit und Zukunft. Herausgegeben im Auftrag der Deutschen Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus. Lambertus. Freiburg im Breisgau 2001, Seite 215-228, hier Seite 225. Reinicke, Peter: Die erste Sozialarbeiterin für Krebskranke in Baden, Else Springer. In: Forum Krankenhaussozialarbeit, Heft 4/2002, Seite 44-46. Reinicke, Peter: Else Springer. In: Hugo Kaiser (Hrsg.): Who is Who der Sozialen Arbeit. Freiburg 1998, Seite 562. Reinicke, Peter: Psychosoziale Hilfen für Tumorkranke und ihre Familien gestern und heute. In: Soziale Arbeit, Heft 7/1989, Seite 259-269. Springer, Else: Bericht über die Tagung der Deutschen Vereinigung für den Fürsorgedienst im Krankenhaus, 9. bis 10.9.1928 in Leipzig. In: Archiv Deutsche Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus, Heft 1/1928, Seite 1-6. Springer, Else: Gefährdetenfürsorge im Krankenhause. In: Der Abolitionist, Heft 2/1930, Seite 22-24. Springer, Else: Fürsorge für Krebskranke, zugleich Tätigkeitsbericht der Untersuchungs- und Beratungsstelle für Geschwulstkranke Mannheim. In: Fortschritte der Gesundheitsfürsorge, Heft 7/1934, Seite 257-259. Springer, Else: Die besonderen Aufgaben der Schwester bei der Pflege Zuckerkranker. In: Die deutsche Schwester, Heft 6/1936, Seite 154. Springer, Else: 10 Jahre Untersuchungs- und Fürsorgestelle für Geschwulstkranke Mannheim. In: Monatsschrift für Krebsbekämpfung, Heft 11/1942, Seite 191-202.

SPRINGER, Else

Version vom: 
2004-01-20

Zitation

H. Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von H. Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 3. hpsmedia, 2004. S. 270-271

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=710

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