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Who was who in nursing history: SPIELER, Joachim
SPIELER, Joachim
Artikel von: H. Kolling
Erschienen in Band 3, Seite(n) 269-270.
 

Biographie

Am 19. November 1963 wurde in Kassel – unter anderem unter Mitwirkung von Curt Genewein (1921-1991)? – der „Fachver-band deutscher Kranken-pfleger“ gegründet. Das Hauptanliegen des Ver-bandes, der sich ab Sep-tember 1976 „Fachver-band der Krankenpflege e.V.“ (FDK) nannte, war die Emanzipation des Mannes in der Krankenpflege, das heißt die Gleich-stellung der Krankenpfleger mit den Krankenschwe-stern, sowie die Organisation von Fortbildungsver-anstaltungen für Krankenpfleger. Der besagte Fach-verband, der sich am 6. Mai 1967 mit seinen damals 550 Mitgliedern dem Agnes Karll-Verband korpo-rativ anschloss, war der erste Berufsverband in Deutschland, der eine von der Bundesanstalt für Ar-beit in Nürnberg als berufsförderungswürdig aner-kannte Fachausbildung sowie nationale Fortbil-dungskongresse durchführte. 1974 verließ der FDK den in der Zwischenzeit im Deutschen Berufs-verband für Krankenpflege (DBfK) aufgegangenen Agnes Karll-Verband, um 1983 wieder für kurze Zeit in ihn zurückzukehren. Der erste Vorsitzende des Fachverbandes deutscher Krankenpfleger, dessen Sitz zunächst Regensburg und später Frankfurt am Main war, wurde Diakon Eduard Pilz aus Treysa. Seit 1964 fungierte Joachim Spieler als „Fortbildungsleiter“. Bei den Neu-wahlen 1965 wurde Joachim Spieler dann zum zwei-ten Vorsitzenden und 1966 zum ersten Vorsitzenden des FDK gewählt. Sein Nachfolger wurde 1987 Hermann Aierstock. Der Fachverband der Kranken-pflege vertritt bis heute alle in der Krankenpflege tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in berufs-politischer Hinsicht und bietet gezielte Fort- und Weiterbildungen an. Joachim Spieler wurde am 23. September 1926 in Bad Reinerz (Niederschlesien) geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. In der Uni-versitätsklinik Frankfurt am Main absolvierte er von 1952 bis 1954 eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Anschließend arbeitete er dort als OP-Pfleger bis 1963 und wechselte dann als Pflegedienstleiter ins Nord-West-Krankenhaus Frankfurt am Main. Diese Aufgabe übte er bis zu seiner Pensionierung im Jah-re 1990 aus. Am 6. November 1987 bekam Joachim Spieler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In seiner Freizeit war er leidenschaftlicher Theaterspieler in einer Laienspielgruppe und nahm Statistenrollen beim Film, Fernsehen und in der Frankfurter Opfer wahr. Joachim Spieler starb am 15. August 2000 in Frank-furt am Main und wurde auf dem dortigen Haupt-friedhof beigesetzt.

Literatur

Bauer, Franz: Geschichte der Krankenpflege. Handbuch der Entstehung und Entwicklung der Krankenpflege von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Baumann. Kulmbach 1965, Seite 368. Brade, Arthur: Der Krankenpfleger und sein Berufsbild. In: Die Agnes Karll-Schwester – Der Krankenpfleger, 22 (1968), Nr. 2, Seite 59. Fachverband Deutscher Krankenpfleger. In: Die Agnes Karll-Schwester – Der Krankenpfleger, 22 (1968), Seite 25. Fachverband der Krankenpflege e.V., Frankfurt am Main: Schriftliche Mitteilung an den Verfasser vom 17. Februar 2003. Fachverband der Krankenpflege e.V., Frankfurt am Main: Das Berufsbild des Krankenpflegers. [Selbstverlag] [Frankfurt am Main, 1966]. FDK Rundbrief. Offizielles Organ des Fachverbandes der Krankenpflege e.V., Februar 2003. Riederer, Viola von: Fachverband Deutscher Krankenpfleger. In: Mitteilungsblatt Freier katholischer Berufsverband für Krankenpflege e.V., 5 (1964), Heft 5, Seite 12-13. Schmidbaur, Marianne: Vom „Lazaruskreuz“ zu „Pflege Aktuell“. Professionalisierungsdiskurse in der deutschen Krankenpflege 1903-2000 (= Frankfurter Feministische Texte – Sozialwissenschaften, Bd. 3). Ulrike Helmer Verlag. Königstein / Taunus 2002, Seite 162-163 und Seite 172-174. Spieler, Gerti (Frankfurt am Main): Schriftliche Mitteilung an den Verfasser vom 7. März 2003. Bildquelle: Archiv H. Kolling, Bad Staffelstein.

SPIELER, Joachim

Version vom: 
2004-01-20

Zitation

H. Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von H. Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 3. hpsmedia, 2004. S. 269-270

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=709

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