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Who was who in nursing history: ŠINDLEROVÁ, Marta Anna
ŠINDLEROVÁ, Marta Anna
Artikel von: M. Sta?ková / I. Walter
Erschienen in Band 3, Seite(n) 264-265.
 

Biographie

M. A. Šindlerová wurde am 10. Mai 1897 in Zruc nad Sázavou (Böhmen) geboren. Nach Beendigung der Handelsschule arbeitete sie im Büro eines Kauf-hauses, wollte jedoch - angeregt vom Buch „Das Krankenhaus“ des Schriftsteller Machar – Kran-kenschwester werden. Sie war eine der ersten, die 1916 in die neugegründete Krankenpflegeschule in Prag eintrat. Nach ihrer Diplomierung war M. A. Šindlerová auf verschiedenen Kliniken des Prager Allgemeinen Krankenhauses tätig, u. a. im Operationssaal. Im Jahr 1922 wurde sie eingeladen, sich der damals sehr bedeutenden Organisation des Tschechoslowaki-schen Roten Kreuzes anzuschließen. Als eine der ersten arbeitete sie in der Gemeindepflege, und zwar am Gesundheitszentrum Prag IV, wo PatientInnen mit Tuberkulose sowie Haut- und Geschlechts-krankheiten beraten und behandelt wurden, wo Schwangerenberatung, zahnärztliche Beratung für Schulkinder und volkstümliche Kurse über Gesund-heitsfragen abgehalten wurden und wo man begann, die Schwestern auch zu den Familien zu schicken. Šindlerová war hier bis 1931 tätig. 1925/26 verbrachte sie einen Studienaufenthalt in England und besuchte den Internationalen Kurs für öffentliches Gesundheitswesen, der von der Rot-kreuz-Liga an der Londoner Universität veranstaltet wurde. Im Jahr 1931 wechselte sie in die Leitung der Zen-trale der Organisation „Schutz für Mutter und Kind“ (OMD), die in Böhmen 344 Beratungsstellen besaß und sich auch mit der Schulung von Kinder-krankenschwestern befasste. In den Jahren 1933 - 1934 wurde Šindlerová vom Gesundheitsministerium zu einem Studienaufenthalt nach den USA und Kanada entsandt. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Lehrerin und Vertretung des Direktors an der staatlichen Schule für Gesund-heits- und Sozialarbeit in Prag; 1937 kehrte sie je-doch zum Roten Kreuz zurück, wo sie als Pflege-referentin der tschechischen Abteilung des Tsche-choslowakischen Roten Kreuzes die Gemeinde-pflege organisierte und ausbaute. M. A. Šindlerová war ein äußerst aktives Mitglied der Vereinigung diplomierter Schwestern, zu deren Gründungsmitgliedern sie gehörte. Von 1925 bis 1927 war sie die Präsidentin der Vereinigung. 1937 gelang es ihr, die Zeitschrift „Die Diplomschwester“ ins Leben zu rufen, deren Redakteurin sie bis 1941 war. Dann wurde die Vereinigung unter dem Druck der deutschen Okkupation aufgelöst und die Zeit-schrift musste eingestellt werden. Die Leitung der Vereinigung traf sich jedoch zu informellen Zu-sammenkünften und bereitete u. a. ein Programm für die Tätigkeit der Organisation und für eine Reform der Pflege und Pflegeausbildung für die Zeit nach dem Krieg vor. Nach der Auflösung des Tschechoslowakischen Ro-ten Kreuzes wurde Šindlerová 1940 zur Referentin für den Pflege- und Gesundheitsdienst in der Familie beim Gesundheits- und Sozialministerium ernannt, den sie bis zum Kriegsende leitete. Sie veranlasste die Herausgabe einheitlicher Richtlinien für die Ge-meindepflege. Beim Prager Aufstand 1945 wirkte sie an der Organisation eines Erste Hilfe- und Pfle-gedienstes für die auf den Barrikaden Verwundeten mit. Nach der Befreiung übernahm Šindlerová die neu-geschaffene Funktion einer Leiterin der Pflegeab-teilung im Gesundheitsministerium. Zu ihren Aufga-ben gehörte u. a. die Organisation der Errichtung neuer Krankenpflegeschulen, die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung, die Vorbereitung neuer Kran-kenpflegegesetze und die Entsendung von Schwe-stern ins Ausland, z. B. 1946 im Rahmen einer UNRRA-Aktion in die USA. Sie setzte sich auch für die Errichtung einer Höheren Schule für Kranken-pflege in Prag ein. Im Jahre 1951 musste Marta Anna Šindlerova das Ministerium verlassen und begann als Kranken-schwester in einem Gesundheitszentrum, und zwar in einer Ordination für Jugendliche zu arbeiten. Sehr bald entdeckte dessen Leiter ihre Fähigkeiten und ernannte sie zur Bezirksschwester für die Arbeit mit Jugendlichen. Obwohl Šindlerová schon 55 Jahre zählte, machte sie sich nochmals mit dem ihr ei-genen Elan an die Arbeit. Neben ihrer Tätigkeit in der Ordination organisierte sie im Bezirk periodi-sche Vorsorgeuntersuchungen für die Jugend und baute die pflegerische Gesundheitsberatung für Ju-gendliche aus. 1959 ging M. A. Šindlerová in Pension, verfolgte jedoch weiter mit regem Interesse die Entwicklung der Pflege. Für ihre lebenslange Arbeit beim Roten Kreuz wurde ihr 1967 die Florence-Nightingale-Me-daille verliehen. Sie starb in Prag um 1975.

Literatur

Šindlerová, M. A.: Na za?átku byla kniha. Plamínek proti v?tru, Beilage der Zeitschrift Zdravotnická pracovnice 3/1971.

ŠINDLEROVÁ, Marta Anna

Version vom: 
2004-01-20

Zitation

M. Sta?ková / I. Walter. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von M. Sta?ková / I. Walter, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 3. hpsmedia, 2004. S. 264-265

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=706

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