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Jun 04, 2020 Last Updated 11:41 AM, May 20, 2020

Who was who in nursing history: ROCHOWSKI, Anton
ROCHOWSKI, Anton
Artikel von: H. Kolling
Erschienen in Band 3, Seite(n) 239.
 

Biographie

Zu seinem Tod schrieb Georg Renner (1881-1962) ? in der Sanitätswarte: „Mit ihm ist einer unserer verdienten Kollegen dahingegangen. Im Gedenken an die Wegbereiter der ‚Reichssektion Gesundheits-wesen´ wird er auch in unserer Gewerkschaft ÖTV einen Ehrenplatz behalten.“ Die Rede ist von dem Krankenpfleger und Gewerkschaftssekretär Anton Rochowski, der sich mit seinem Engagement für die Verbesserung der Lebenslage des Krankenpflege-, Massage- und Badepersonals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einsetzte. Geboren wurde er am 19. Juli 1887 in Bielschowitz (Bieltschowitz ?), Kreis Zalenze, als Sohn von Eugen R. und dessen Ehefrau Sophie, geborene Grafnik. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Zunächst arbeitete er als Krankenpfleger in der Berliner Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten. Im Jahre 1908 war es ihm gelungen, seine Kollegen gewerkschaftlich zu organisieren und dem „Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter“ zuzuführen. Seit dem 11. März 1915 war er verheiratet mit Anna, geborene Belaschk, aus Kledren (Kreis Kalau), mit der er einen Sohn – Eugen Oskar (geb. 08.05.1919) – hatte. Als nach dem Ersten Weltkrieg die „Reichssektion Gesundheitswesen“ im „Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter“ stark wuchs, musste neben Ma-rie Friedrich noch eine weitere Stelle bei der Orts-verwaltung des Verbandes in Berlin besetzt werden. Die Wahl fiel auf Anton Rochowski, der sich „mit ganzer Kraft seinen neuen Aufgaben widmete“. Er war es, der als Hauptreferent, nachdem Marie Frie-drich zum Hauptvorstand hinübergewechselt war, mit seinem Kollegen Paul Levy (1886-1958)? die Berliner Sektion Gesundheitswesen zur höchsten Blüte brachte. Nach der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft arbeitete Anton Rochowski als Sozialreferent beim Westberliner Senat. Im April 1949 wies er in einem Beitrag für die Sanitätswarte auf „Die Bedeutung des Berliner Gesamtverbandes für die Beschäftigten im Gesundheitswesen“ hin. Infolge Krankheit waren seine letzten Lebensjahre sehr getrübt. So war er im Jahre 1952 gezwungen, in den Ruhestand zu treten. Am 5. Juni 1957 starb er in Berlin.

Literatur

Landesarchiv Berlin: Mitteilung an den Verfasser vom 20. Mai 2003. Renner, Georg: Paul Lynn 70 Jahre alt. In: Sanitätswarte, 9 (1957), Seite 57. R[enner], G[eorg]: Zum Gedenken an Anton Rochowski. In: Sanitätswarte 9 (1957), Seite 298. Rochowski, Anton: Die Bedeutung des Berliner Gesamtverbandes für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. In: Sanitätswarte, Jg. 1949, Heft 4, April 1949, Seite 29-30.

ROCHOWSKI, Anton

Version vom: 
2004-01-20

Zitation

H. Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von H. Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 3. hpsmedia, 2004. S. 239

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=692

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