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Who was who in nursing history: PORRES, Martin von
PORRES, Martin von
Artikel von: H. Kolling
Erschienen in Band 3, Seite(n) 225-226.
 

Biographie

Er gilt als Patron der sozialen Gerechtigkeit sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen: Martin von Porres, der am 9. Dezember 1569 als uner-wünschter Sohn eines spani-schen Offiziers und einer Far-bigen in Lima in Peru ge-boren wurde. Von frühester Kindheit an hatte er darunter zu leiden, dass er Mulatte war, Beschimpfungen gehör-ten für ihn zum Alltag. Als er 15 Jahre alt war, trat er in seiner Heimatstadt dem Dominikanerorden als Laienbruder bei. Von Anfang an wusste er, dass ihm aufgrund der damaligen Vorschriften wegen seiner Hautfarbe der Beruf des Priesters verschlossen bleiben würde. Von daher erlernte er die Krankenpflege und kümmerte sich in aufopfernder Weise um die Kranken und Ar-men Limas. Beträchtliches Wissen hatte er von der Kräutermedizin. Sein Kloster war alsbald ein Ort, wo sich die Hilfesuchenden und Verzweifelten ein-fanden, um seinen Rat und Beistand zu erlangen. Einen Teil des Dominikanerklosters hatte Martin von Porres in ein Spital umgewandelt, in dem es – im Unterschied zu den anderen Spitälern der Stadt – keine Trennung gab zwischen den verschiedenen Hautfarben. Bei Bruder Martin waren alle Menschen gleich. Da sich herumgesprochen hatte, dass er über „Wunderheilkräfte“ verfügte, reichte der Platz im Kloster bald nicht mehr. Daraufhin wandelte Martin von Porres das Haus sei-ner Schwester Johanna in ein Krankenhaus um und tat von nun an hier bescheiden und demütig seinen Dienst. Dabei führte er ein asketisches Leben, aß nur das zum Überleben Notwendige und schlief in den Nächten höchstens drei bis vier Stunden. Im Alter von 70 Jahren starb Martin von Porres am 3. November 1639 in Lima an Typhus. Am 6. Mai 1962 wurde er – als eine der wenigen südameri-kanischen Kirchenpersönlichkeiten – durch Papst Johannes XXIII. heiliggesprochen. Der Kult um Martin von Porres ist in ganz Amerika verbreitet. Auf allen Abbildungen ist er als Mulatte dargestellt; als Attribute hat er Kreuz, Rosenkranz, Bußwerkzeuge oder einen Korb mit Mäusen (Patro-nat) bei sich (er wurde in Lima auch als Schutz-heiliger der Haustiere verehrt). Auf zahlreichen Dar-stellungen wurden auch die Szenen der Armen-speisung oder der Krankenpflege wiedergegeben. Im Dominikanerkloster in Pavia existiert ein angeblich authentisches Portrait von Martin von Porres („vera effigies“), entstanden wohl in den Jahres kurz vor seinem Tod.

Literatur

Budnowski, Else: Martin von Porres, der Negerheilige von Lima, 1579-1639, zieht Tausende in Bann.Kanisius-Verlag. Freiburg (Schweiz) 1951. Budnowski, Else: Der heilige Martin von Porres. Pionier sozialer Gerechtigkeit in Peru. Johannes Verlag. Leutersdorf 1979. Fumet, Stanislas: Saint Martin de Porrès. Edition S.O.S. Paris 1972. Garcia-Rivera, Alex: St. Martin des Porres. The “Little stories” and the semiotics of culture. Orbis Books. Maryknoll, New York 1995. Nolte, Wilhelm: Das Leben des seligen Martzin von Porres aus dem Dominikanerorden. [Selbstverlag] Warburg 1950. Schauber, Vera / Schindler, Hanns Michael: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf. Aktualisierte Neuauflage. Pattloch. München 2001. www.catholic-forum.com/saints/saintm02.htm. www.opsouth.org/opsite/MARTIN/Mrtindex.htm. Bildquelle: Schauber, Vera / Schindler, Hanns Michael: A.a.O., Seite 565.

PORRES, Martin von

Version vom: 
2004-01-20

Zitation

H. Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von H. Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 3. hpsmedia, 2004. S. 225-226

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=682

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