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Who was who in nursing history: KENYON, Eugenia Louise
KENYON, Eugenia Louise
Artikel von: Hubert Kolling
Erschienen in Band 7, Seite(n) .
 

Biographie

Das „Sozialmedizi­nische Zentrum So­phienspital“ in der Apollogasse 19 im 7. Wiener Gemein­debezirk Neubau wird heute vom Wiener Krankenan­staltenverbund ge­führt und umfasst ein Krankenhaus, ein Geriatriezen-trum, ein Ludwig-Boltzmann-Institut und das Geriatrische Tageszentrum der Stadt Wien „Ingrid Leodolter“, benannt nach der öster-reichischen Kinderärztin Ingrid Leodolter (1919-1986).

Anfang 1872 hatte sich ein Komitee gebildet, um Spenden für die Errichtung eines Spitals im Bereich der westlichen Wiener Vorstädte zu sammeln. Der Tod von Erzherzogin Sophie (1805-1872), der Mutter von Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916), war Anlass für den Beschluss, das zu errichtende Spital nach der Verstorbenen zu benennen, wozu das Komi­tee durch ein Allerhöchstes Handschreiben vom 7. Juni 1872 auch ermächtigt wurde. Außerdem übernahm Erzherzog Karl Ludwig (1833-1896) das Protektorat über das Projekt.

Um das Vorhaben in die Realität umzusetzen, bemühte sich das Komitee um eine Vereins­gründung und erhielt von Mitgliedern der kaiserlichen Familie und anderen Gönnern namhafte Spenden. Entscheidend für das Vorhaben war jedoch das Testament der am 8. Oktober 1877 in Wien verstorbenen Euge­nie Louise Kenyon, geborene Turowsky, in dem „das zu errichtende Erzherzogin-So­phien-Spital“, welches im 6. oder 7. Bezirk errichtet werden sollte, als Universalerbe ein­gesetzt wurde.

Dank der großzügigen Zuwendung konnte das Vorhaben in den Jahren 1879 bis 1881 unter der Leitung des österreichischen Arztes Ru­dolph von Vivenot (1807-1884) durch den Baumeister Franz Wigand realisiert werden. 1881 erfolgte die feierliche Eröffnung des Spitals – dem heutigen Kenyon-Pavillon.

Eugenie Louise Turowsky war am 8. Novem­ber 1806 in Wien geboren worden. Über ihr Leben ist wenig bekannt. Verheiratet war sie mit Eduard Graf Kenyon (1785-1856), der scheinbar wohlhabend war.

Ihre letzte Ruhestätte fand Eugenie Louise Kenyon auf dem Zentralfriedhof ihrer Hei­matstadt, wobei sich ihr Grabmal mit der „Be­rufsbezeichnung“ Philanthropin unter den „Ehrengräbern“ – eine hohe Auszeichnung, die die Stadt Wien über den Tod hinaus an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergibt – bis heute erhalten hat.

Seit 1892 erinnert in Wien auch die „Kenyon­gasse“ an die Wohltäterin.


Literatur

Budig, Robert S.: Ehrengräber am Wiener Zentralfriedhof. Compress-Verlag. Wien 1995.

Budig, Robert S. / Enderle-Burcel, Gertrude / Enderle, Peter: Wiener Zentralfriedhof Ehrengräber. Schmid Verlag. Wien [2002].

[Hundert] 100 Jahre Erzherzogin-Sophien-Spital der Stadt Wien 1881 bis 1981 – Rückblick und Gegen­wart. Magistrat der Stadt Wien, Erzherzogin-So­phien-Spital. Wien 1981.

Rechnitz, Stefan: Grabstätten berühmter Männer und Frauen. Ein Rundgang durch die Wiener Vorstadt­friedhöfe. Mit einer Zusammenfassung der auf dem Wiener Zentralfriedhof befindlichen Ehrengräber berühmter Persönlichkeiten. Verlag Gerlach & Wiedling. Wien 1948.

Stiftbrief und Statut des unter dem Höchsten Schutze seiner Kais. Kön. Hoheit des Durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Karl Ludwig stehenden Erzher­zogin Sophien-Spitales in Wien VII, Kaiserstraße Nr. 7. Verlag des Kuratoriums, Wien 1880.

www.de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Straßennamen_von_Wien/Neubau [06.10.2014].

www.de.wikipedia.org/wiki/Sozialmedizinisches_Zent rum_Sophienspital [06.10.2014].

www.friedhoefewien.at/eportal/ep/programView.do/pageTypeId/13576/programId/16165/channelId/-26733 (Grabdenkmäler und Ehrengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof) [06.10.2014].

www.wien.gv.at/wiki/index.php/Sophienspital [06.10. 2014].

www.wienkav.at/kav/sop/ZeigeText.asp?id=605 (Wie­ner Krankenanstaltenverbund, Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital, Geschichte des Hauses) [06.10.2014].

www.wse.at/Sophienspital/1479 [06.10.2014].

Bildquelle: Hubert Kolling, Bad Staffelstein

KENYON, Eugenia Louise

Version vom: 
2017-10-20

Zitation

Hubert Kolling. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von Hubert Kolling, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 7. hpsmedia, 2017. S.

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=433

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