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Who was who in nursing history: ISABELL Lady Aberdeen
ISABELL Lady Aberdeen
Artikel von: Volker Klimpel
Erschienen in Band 4, Seite(n) .
 

Biographie

Die am 14. März 1857 als Isabel Maria Marjoribanks in Schottland geborene Sozialreformerin und Philanthropin war 1893 mit ihrem Ehemann, dem Earl of Aberdeen und britischen Generalgouverneur, nach Kanada gekommen. Ihre prominente gesellschaftliche Stellung nutzte sie, um Frauen unterschiedlicher Herkunft zu vereinen und zu sozialen Aufgaben heranzuziehen. An erster Stelle stand dabei die Verbesserung der Ausbildung der Krankenpflegerinnen in Kanada. Am 29. Januar 1897 gründete Lady Aberdeen in Ottawa mit Gleichgesinnten den „Viktoria-Orden der Krankenschwestern“ (Victoria Order of Nurses, V.O.N.), dessen Hauptanliegen zunächst die medizinische Versorgung in den entlegenen Gebieten Kanadas war, der sich aber ebenso den englischen Einwanderern und ihren Nöten widmete. Auch im Ersten Weltkrieg (1914-1918) spielte der V.O.N. eine bedeutende Rolle auf alliierter Seite. Dennoch stand das medizinische Establishment in Kanada dieser Organisation und ihrer Protagonistin mehr als reserviert gegenüber. Am 27. Oktober 1893 traten in Toronto rund 1.500 Frauen dem gerade gegründeten „Nationalen Frauenrat Kanadas“ (National Council of Women of Canada, NCWC) bei. Zur ersten Präsidentin wurde Lady Aberdeen gewählt, die als erste Frau später auch Mitglied der Britischen Medizinischen Gesellschaft und Vorsitzende des „Internationalen Frauenrats“ wurde. Im Mai 1897 erhielt Lady Aberdeen als erste Frau die Ehrendoktorwürde einer kanadischen Universität, und zwar der Juristischen Fakultät der Queens University of Kingston / Ontario. Als Vorsitzende des „Internationalen Frauenrats“ setzte sie 1919 beim Völkerbund in Genf durch, dass in diesem die Frauen gleichberechtigt arbeiten konnten.

Neben ihrem Einsatz auf sozialpflegerischem Gebiet widmete sich Lady Aberdeen den Erwerbsmöglichkeiten für Frauen in Kanada, Irland und Schottland, der Gesundheitsvorsorge und dem Frauenstimmrecht. Die als hoch gewachsen, hoheitsvoll und charmant beschriebene Frau war alles andere als eine Sufragette (Verfechterin der Frauenrechte), konnte aber gleichwohl am Ende ihres langen Lebens auf eine äußerst segensreiche Tätigkeit zum Wohle unzähliger junger Frauen, armer, bedürftiger und kranker Menschen zurückblicken. Isabell Lady Aberdeen starb am 18. April 1939.


Literatur

Angermayer, Erwin (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Kaiser. Klagenfurt 1997, Seite 7.

www.library2.usask.ca/herstory/aberde.htlm-3k.

Bildquelle: www.library2.usask.ca/herstory/aberde.htlm-3k.

ISABELL Lady Aberdeen

Version vom: 
2012-01-20

Zitation

Volker Klimpel. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von Volker Klimpel, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 4. hpsmedia, 2012. S.

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=178

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