fbpx
Jun 01, 2020 Last Updated 11:41 AM, May 20, 2020

Who was who in nursing history: GLAUE, Helene
GLAUE, Helene
Artikel von: Volker Klimpel
Erschienen in Band 4, Seite(n) .
 

Biographie

Helene Emma Emilie Friederike Bulß wurde am 27. Januar 1876 in Kassel als Tochter eines Opernsängers geboren. Sie Besuchte das Luisenstift in der Niederlößnitz bei Dresden, das Institut Chillon in Montreux und eine Höhere Mädchenschule in Berlin, um 1895 im Lehrerinnenseminar für Höhere Töchter in Berlin das Examen abzulegen. 1898 heiratete sie den Pfarrer und späteren Theologieproefessor Paul Glaue (1872-1944).

Helene Glaue engagierte sich im Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem sie seit 1914 angehörte, und wurde 1921 Vorsitzende des Frauenvereins in Jena. In zahlreichen Verbänden und Organisationen lebte sie ihre politischen und sozialen Aktivitäten aus: im Hauptvorstand des Frauenvereins, im Evangelisch-sozialen Kongress und in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Für letztere wirkte Helene Glaue als Hauptvertrauensfrau, im Parteiausschuss und von 1919 bis 1929 als Landtagsabgeordnete des Gebietes Weimar. Ferner saß sie im Volksrat für Thüringen und im Landesausschuss für Wohlfahrtspflege des Thüringer Innenministeriums. Die publizistisch rege Sozialpolitikerin redigierte von 1927 bis 1933 verantwortlich die „Blätter der Thüringer Frauenvereine vom Roten Kreuz“ und verfasste unter anderem die Artikel „Bestrebungen zur Hebung der Frauen auf dem Lande“ (1914), „Gegenwartsnöte und ihre Wirkungen auf das Familienleben“ (1924) und „Freier Beruf oder Angestellte? Der Kernpunkt der Hebammenfrage“ (1928). Helene Glaues Leben starb am 24. Dezember 1967 in Überlingen am Bodensee.


Literatur

Wiegand, Dietmar / Lengemann, Jochen: Helene Emma Emilie Friederike Glaue. In: Marwinski, Felicitas (Hrsg.): Thüringer Biographisches Lexikon. Lebenswege in Thüringen. Erste Sammlung. Selbstverlag der Historischen Kommission für Thüringen. Weimar 2000, Seite 71-72.

GLAUE, Helene

Version vom: 
2012-01-20

Zitation

Volker Klimpel. (Hrsg.): 

Kolling, H., Beitrag von Volker Klimpel, in: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was who in Nursing history. Band 4. hpsmedia, 2012. S.

Onlinezitation

 
Permalink:
www.hpsmedia.info/
care/whowaswhodetail.php?id=166

Statistik

Who was who: Liste aller Einträge