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Gesamtausgabe 2-2015 Gesamtausgabe

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hpsmedia GmbH,

Editorial

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Mag. Irene Zauner-Leitner, Prof. Dr. Andrea Thiekötter

hpsmedia GmbH,

Die Heiligen-Geist-Kirche mit Hospital in Wismar

Mag. Irene Zauner-Leitner, Prof. Dr. Michael Bossle

Zusätzlich zu der Erfahrung des „historischen Ortes“ und seiner Geschichte ergeben sich am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim (LGSH)/Österreich für Lehrende und Lernende der Gesunden- und Krankenpflege besondere Anknüpfungspunkte zu ihrer Ausbildung und ihrem Berufsalltag. Um eine gezielte Reflexion und Sensibilisierung – auch in Bezug auf die Geschichte der eigenen Berufsgruppe sowie hinsichtlich ethischen Handelns im gegenwärtigen Pflegealltag – zu ermöglichen, wurde am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim/Österreich das Begleitung- und Vertiefungsprogramm „BerufsbildMenschenbild“ entwickelt. Es ermöglicht die berufsspezifische Vertiefung eines Besuches des LGSH sowie den Transfer zwischen Geschichte und Gegenwart. Lehrpersonen erhalten dafür im Vorfeld vorbereitende Materialien via CD-ROM zugesandt und können aus 5 vertiefenden Modulen jenes auswählen, welches nach einer Begleitung durch Ausstellung und Gedenkstätte durchgeführt werden soll. Der LGSH stellt dafür Materialien und Räumlichkeiten zur Verfüg ...

Leiden ist eine zentrale theologische und diakonische Kategorie, die immer wieder zu unterschiedlichen Positionsbestimmungen geführt hat, wie man am Beispiel von Dorothee Sölle oder Gunda Schneider-Flume zeigen kann. Leiden eröffnet aber in der Reflexion Handlungsperspektiven und kann ein wichtiger Motivator bei der sozialen Arbeit sein. Die Gefahr einer Überhöhung des Leidens wird am Beispiel der Friederike Fliedners und der Diakonissenfrömmigkeit gezeigt, eine Pervertierung des Umgangs mit Leiden findet sich in der Euthanasie-Debatte, die im Nationalsozialismus zur massenhaften Ermordung von Behinderten geführt hat.

Dr. Birgit Seemann,

Der Artikel beleuchtet Verbindungen zwischen jüdischer Sozialethik, Umgang mit Leid und Krankenpflege. Mit Fokus auf die jüdische Krankenpflege (Bikkur Cholim) gibt er einen kurzen Überblick über Diskussionen und Entwicklungen im Judentum. Die Autorin plädiert für eine Integration der Minority und Jewish Studies in die pflegewissenschaftliche Lehrkräfteausbildung.

Dr. Boris Böhm, Hagen Markwardt,

Die sächsische Psychiatrie ist bereits in vielen Facetten erforscht, untersucht und beschrieben worden. Jedoch vermisst man noch immer einen Überblick über die Funktion und Bedeutung des Pflegepersonals in den psychiatrischen (Landes-)Anstalten. Dieser Beitrag soll eine erste überblicksartige Darstellung sein.

Dr. Marion Schumann

Der Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses für Schwangere ist seit dem Jahr 1972 in der Bundesrepublik eine Regelleistung der Krankenversicherung. Unter dem Begriff der „Psychologisierung“ der Geburtshilfe wurde damals anerkannt, dass Gebären und der Geburtsschmerz nicht nur durch medizinische klinische Mittel zu beeinflussen sind, sondern dass Schwangere und Gebärende selbst einen großen Einfluss auf die Geburt ausüben können. In Geburtsvorbereitungskursen wurden ihnen standardisierte Techniken vermittelt, die auf Selbstbestimmung und Selbstkontrolle über ihren Körper zielten, um die Wehenschmerzen zu lindern und die Effektivität des Gebärens zu steigern. Methoden einer möglichst schmerzarmen Geburt waren in den öffentlichen Medien Mitte der 1950er Jahre ein kontrovers diskutiertes Thema (vgl. Schumann, 2009, S. 129-168; dies. 2011, S. 38-50). Verschiedene Zeitschriften wie die damals auflagenstärkste Illustrierte „Constanze“ und auch „Der Spiegel“ berichteten über Möglichkeiten der Wehenschmerzlinderung un ...

Mag. Martina Hiemetzberger, Monika Loicht,

Dieser Beitrag behandelt die Rolle der Pflege in der Zeit des Nationalsozialismus, die in der gegenwärtigen Pflegeausbildung fest verankert ist. Ziel dieses Projekts war eine vertiefende Auseinandersetzung der Auszubildenden mit der Euthanasie während der NS-Zeit. Die methodische Aufarbeitung der Thematik fand mittels Exkursionen zu Gedenkstätten und Museen sowie theoretischem Unterricht statt. Ergänzt wurde das Programm durch einen Workshop im österreichischen Parlament. In der Abschlussphase wurden von den Schülerinnen und Schülern die Ergebnisse und Erfahrungen in einer Schülerzeitung verschriftlicht. Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, den Auszubildenden die Komplexität von sozialer Gerechtigkeit und deren Grenzen aufzuzeigen und erfahrbar zu machen. Dies soll zukünftige Pflegepersonen dazu befähigen eine professionelle Pflegebeziehung zu vulnerablen Menschen aufzubauen und eine respektvolle und würdevolle Betreuung leben zu können.

Dr. Magdalene Heuvelmann

Die Reflexion der Krankenmorde im Nationalsozialismus und die der Verantwortung der Pflegenden in diesem Zusammenhang stellt bis heute – auch unter aktuellen ethischen Fragestellungen – eine große Herausforderung dar. Deshalb ist es so spannend, die Perspektive der Handelnden vor Ort, ihren Alltag und ihre Dilemmata unmittelbar über ihre eigenen Quellen zu betrachten. Im ehemaligen Benediktinerkloster in Irsee, Allgäu, wurde 1849 eine Psychiatrie gegründet, die seit 1876 als Nebenstelle der Heil- und Pflegeanstalt im benachbarten Kaufbeuren fungierte. Von 1928 bis 1950 waren hier die Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul, Mutterhaus Augsburg, als katholischer Orden in der Pflege eingesetzt. 1940 und 1941 wurden von Irsee aus 400 PatientInnen in die Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim gebracht und dort ermordet. An den (beabsichtigten) Folgen einer so genannten „Hungerkost“ starben in Irsee mehrere Hundert Menschen und mehr als 200 wurden durch Medikamentenmissbrauch ermordet. In den 22 Jahren ...

Neue Datenbankeinträge

Abermeth, H.-D.: Ethische Grundfragen in der ...
Category: Ethik
Ach, J. S: Interaktionsorientierte Pflegeethik. ...
Category: Ethik
Albisser Schleger, H. et al.: Eine ...
Category: Ethik

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